Eigentlich hatten deine Mama und dein Papa noch nicht mit dir gerechnet, als in der Nacht des 6. März die Wellen langsam angefangen hatten. Es war noch knapp 2 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Alles schien bereit für dich und doch hätte deine Mama gerne noch etwas Zeit für sich gehabt. Trotzdem hat sich einfach auf das Ungewisse eingelassen, ohne es zu hinterfragen, das fand ich sehr schön.
Mittags wurde klar, du bist bereit. Die Wellen kamen und gingen, alle 3-4 Minuten, regelmässig. Dir gings wunderbar, bewegtes dich unter meinen Händen kräftig und deine Mama war wie du in Bewegung, kreiste ihr Becken, atmete ruhig und konzentriert. Zwischendurch entspannte sie sich im warmen Lavendelbad, während dein Papa mit Hund welcher seit ein paar Monaten zur Familie gehört, einen Spaziergang draussen machte.
Kurzzeitig konnte ich noch einen Hausbesuch bei einer anderen Familie machen, da deine Mama gut ruhen konnte. Nach 16:00 kamen und gingen die Wellen intensiver und es wurde warm im Raum. Dein Papa fächelte der Mama frische Luft zu. Auch die Rückenmassage, tat ihr gut.
Immer ein bisschen mehr öffnete sich auch der Muttermund, du tanztest aber noch «purlimunter» im Bauch der Mama umher. Langsam gings an die Kraft. Um dir so viel Platz wie möglich zu geben, habe ich der Mama auch noch einen Einlauf gemacht, Wärmkissen aufgelegt im Rücken. Ausdauernd und ohne sich jemals zu beklagen, hat deine Mama Welle für Welle verarbeitet.
Nach vielen Stunden dieser Geburtsarbeit haben wir dann zusammen entschieden, gegen Mitternacht ins Spital zu fahren. Dort konnte deine Mama eine PDA erhalten und nochmal viel Kraft schöpfen, für den Rest der Geburt.
Fast 12 Stunden später kamst du auf die Welt. Deine Mama hat dich aus eigener Kraft geboren. Endlich!
Herzlich willkommen, wir sind dankbar bist du da!