Du bist ein absolutes Wunschkind Nicht ganz ohne Aufwand kamst du in Mamas Bauch. Doch vom ersten Tag an, als ich deine Eltern kennenlernen durfte, waren sie verliebt.
Deine Schwangerschaft war geprägt von medizinischen Aufs und Abs, was es euch nicht immer leicht machte, in die Entspannung zu finden. Nichtsdestotrotz hast du dich auf den letzten Drücker auf den Weg gemacht. Deine Eltern haben sich kaum getraut, mich mitten in der Nacht anzurufen, obwohl du schon richtig gut unterwegs warst.
Gegen den frühen Morgen trafen wir uns im Triemli. Draussen waren die ersten schönen Frühlingstage, und die Vögel zwitscherten. Wir liessen deiner Mama ein Lavendelbad ein. Die vielen Wellen mit kurzen Pausen hielten euch auf Trab. Dein Papa und ich versuchten, euch mit Rückendruck Erleichterung zu verschaffen.
Am Nachmittag entschieden wir uns für eine Schmerzunterstützung, welche den erhofften Geburtsfortschritt brachte. Ihr habt das so toll gemacht – immer wieder fanden wir trotz Erschöpfung neue Positionen für deine Mama und dich, und du kamst Schritt für Schritt näher.
Es war eine strenge Geburt. Als du endlich das Licht der Welt erblicktest, wussten wir auch, weshalb: Du hattest die Nabelschnur dreimal um dich gewickelt. Vermutlich hat sie dich immer wieder etwas zurückgezogen, und deine Mama musste mit doppelter Kraft arbeiten.
Aber ihr habt es geschafft, alle drei. Deine Eltern waren ganz entzückt von dir. Leider kam nach der Geburt deines Häuschens noch etwas mehr Blut als üblich, und deine Mama musste kurz operiert werden. In dieser Zeit durftest du bei Papa kuscheln.
Schlussendlich habt ihr alles gemeinsam gemeistert.
Willkommen, kleine Erdenmaus – schön, dass ich dabei sein durfte.