Wow – deine Eltern imponierten mir.
Früh in der Schwangerschaft meldete sich deine Mama aus Wien. Wir hatten einen Zoom-Call, da deine Eltern beide an der ETH Zürich ihre gemeinsame berufliche Zukunft beginnen wollten – und du dich auch noch dazugesellt hattest. So planten wir eure Geburt gemeinsam und versuchten, Termine in der Mitte und gegen Ende der Schwangerschaft persönlich zu gestalten.
Als deine Mama sich meldete, hatte sie seit 03:00 Uhr morgens Wellen im Abstand von etwa 10 Minuten. Lange Zeit hörte ich nichts mehr von ihr, und zu einem späteren Zeitpunkt telefonierten wir nochmals. Am nächsten Morgen fragte ich nach, und sie meinte, es gehe weiterhin so weiter. Beschwert hat sie sich aber kein einziges Mal. Ich hatte ja gesagt, sie sollten sich melden, wenn die Wellen alle fünf Minuten kämen.
Nach einer fast vollständig durchgemachten Nacht fand ich: Jetzt dürftest du dich aber langsam etwas schneller auf den Weg machen – und der empfohlene Einlauf half tatsächlich etwas nach.
So trafen wir uns im Triemli, nachdem dein Häuschen spontan geplatzt war. Zuerst war ich mir noch sicher, dass es wohl noch der 12.03. werden würde – es lief alles so gut. Doch als du fast ganz unten warst, schienst du noch eine Ehrenrunde zu drehen, und alles verzögerte sich etwas. Schon in der Sprechstunde hatten wir gedacht, dass dein „Böller“-Köpfchen vermutlich etwas Platz brauchen würde.
Dank ein, zwei medizinischen Hilfsmitteln und der unglaublichen Kraft deiner Mama nahm deine Geburt wieder Fahrt auf. Schlussendlich brauchte es nur noch eine kleine Unterstützung – und du warst da.
Aber du wolltest wohl unbedingt den 13.03. als Geburtstag. Schliesslich sind Freitage, die auf einen 13. fallen, die besten Tage, die es gibt.
Es war so wunderbar zu sehen, wie deine Eltern sich über dich freuten, dich liebkosten und ihre Zuneigung dir gegenüber zum Vorschein brachten. Ich durfte ein Teil dieser Reise sein.
Herzliche Glückwünsche euch allen dreien und willkommen, kleiner Mann.