Es war eine Freude, dich und deine Mama zu begleiten. Schon bei deiner grossen Schwester lernte ich deine Mama etwas näher kennen. Für ihre jungen Jahre empfand ich sie als extrem reif.
Immer wieder hatten wir auch in deiner Schwangerschaft tiefgreifende Gespräche, und du hast dir echt eine Power-Mama ausgesucht! Wie schon bei deiner grossen Schwester zeigte sich die Willensstärke deiner Mutter im letzten Moment. So kam es mit unserer kleinen natürlichen Nachhilfe, dass du dich auf einmal – rums – auf den Weg machtest. Natürlich auf den letzten Drücker. Wir freuten uns riesig.
Im Triemli angekommen, thronten du und Mama in der Badewanne, und Mama dirigierte Papa bei der Playlist. Sie war mit langsamen, aber auch sehr fetzigen Liedern gespickt. Wenn das Lied nicht passte, meinte deine Mama immer: «Weiter, weiter.»
Und so kamst du näher. Bald schon konnte deine Mama dich berühren! Als dein Kopf aus deiner Mama geschlüpft kam, freuten wir uns sehr. Leider war es etwas schwieriger, deine Schultern zu entwickeln, und so musste ich deine Mama und dich bitten, aus der Badewanne zu kommen.
Auf der Seite, auf dem Bett, kamst du dann vollständig aus Mama heraus, und ich legte dich auf Mamas Brust, nachdem ich sie kurz gefragt hatte, ob sie dies wünschte. Und wie sehr sie dich in ihren Armen wünschte!
Deine Plazenta folgte sogleich. Deinen Papa musste ich kurz überprüfen, ob alles in Ordnung war. Aber er war auch froh über deine Geburt, und die darauffolgende Blutung bei der Plazenta liess ihn nur kurz aufhorchen. Danach war alles in Butter.
Du warst da – gross und hübsch! Wir bewunderten dich. Ich leider nur kurz, da ich zur nächsten Geburt sprang. Es war mir eine Freude, dabei zu sein und dich willkommen zu heissen.
Alles Liebe und Gute