Ich kenne deine Eltern seit der ersten Schwangerschaft deiner Mama. Damals waren sie noch junge Studenten. Es hat mich so gefreut, als deine Mama mich zum vierten Mal fragte, sie zu begleiten, und natürlich willigte ich ein.
Wie bei deinem grossen Bruder versuchten wir es erneut mit einer Hausgeburt, doch irgendwie wollt ihr in eurer Familie am Ende noch ganz kurz Spitalluft schnuppern, um danach wieder heimkehren zu können.
Als ich bei euch ankam, war noch eine halb aufgeregte, halb ruhige Stimmung, denn es war Montagmorgen und bald sollten deine Geschwister aufwachen und zur Schule gehen. Ich konzentrierte mich auf deine Mama, und dein Papa versorgte deine Geschwister. Deine grosse Schwester freute sich, dass es ein besonderer Tag war. Ausserdem durfte sie mit Oma und Opa Pommes essen gehen zum Zmittag, was sie noch mehr freute.
Als wieder Ruhe einkehrte, ging deine Geburt gut voran. Ihr seid auf dem Bett gelegen, auf dem WC gesessen, im Pool verweilt und vieles mehr. Eigentlich sah alles so gut aus, doch den letzten Druck, um dich auf die Welt zu bringen, bekamen wir nicht hin. Und so blieb uns, als deine Mama meinte, langsam erschöpft zu werden, nichts anderes übrig, als nochmals eine Ehrenrunde ins Spital zu machen.
Gesagt, getan: Kaum waren wir dort, gaben wir euch Zaubertröpfchen – so schien es fast – und 25 Minuten später kamst du wunderbar im Wasser im Triemli zur Welt. Du wolltest wohl auch noch die Sterne anschauen, was natürlich eine Erklärung für die Ehrenrunde sein kann.
Ende gut, alles gut: Sofort warst du weinend in den Armen deiner Mama, und Papa war auch sichtlich erleichtert und erfreut, dass du nun endlich da bist.
Willkommen, Kleine. Ich bin überzeugt, deine grossen Geschwister haben sich unendlich auf dich gefreut und werden dich mit viel Liebe in ihre Arme schliessen.
Schön, dass ich auch bei deiner Ankunft auf der Erde mithelfen und dabeisein durfte.